Appell an alle Besucher: 


Regeln werden zunehmend missachtet, den Anweisungen immer weniger Folge geleistet, Wartezeiten nicht mehr akzeptiert: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nidderbades schlagen Alarm. Die Grenzen der Belastbarkeit sind erreicht. Der eindringliche Appell lautet: Respektvoller Umgang ist im Schwimmbad der Stadt Nidderau Pflicht. „Wir werden unser Hausrecht auf Basis der Hausordnung und mithilfe der Security verstärkt durchsetzen“, stellt sich Bürgermeister Andreas Bär hinter das Team um Badebetriebsleiter Robert Weniger. Es gehe um den Schutz der Mitarbeitenden. Und es sei nicht länger zu akzeptieren, dass einige wenige Gäste mit ihrem verantwortungslosen Egoismus der großen Mehrheit, die sich an die Regeln hält, den Badespaß verderben.

 

Das Verhalten hat sich verändert, der Ton vieler Gäste sich deutlich verschärft. Frech und ungeduldig: Beleidigungen wie „Halts Maul“ seien mittlerweile an der Tagesordnung, berichtet das Team. 18 Personen sind fest im Nidderbad beschäftigt. Hinzu kommen fünf Saisonkräfte und die Security. Sie tragen gemeinsam die Verantwortung, dass die Mehrzahl der bis zu 2.800 Badegäste pro Tag sicher und ungestört ihre Freizeit genießen können.

 

Dieser Aufgabe kann das Team mittlerweile nicht mehr vollumfänglich gerecht werden. Schubsereien am Beckenrand, Drängeleien vor der Kasse. Gäste, die offensichtlich stark alkoholisiert das Bad betreten wollen. Menschen, die mit einer Portion Pommes in der Hand ins Becken steigen. Das Fehlverhalten konzentriert sich nicht allein auf jüngere Besucher: Auf Esstischen werden Babys gewickelt. Toiletten werden extrem verschmutzt. Benutzte Tampons liegen auf dem Fußboden der Umkleiden.

 

„Diese Belastung ist dem Team auf Dauer nicht zuzumuten. Der Kauf einer Eintrittskarte ist kein Freifahrtschein für Respektlosigkeit“, sagt Bürgermeister Bär. Ein reibungsloser Ablauf sei kaum noch zu gewährleisten, weil die Mitarbeitenden einen großen Teil der Arbeitszeit damit verbringen, Diskussionen zu führen. Die Saison hat gerade erst begonnen. Die Sorge ist groß, dass diese Belastung bis Saisonende zu einer Überlastung führt. Der Appell lautet: Respekt zeigen gegenüber dem Team und den anderen Badegästen.

 

Denn: Die Mitarbeiter vor Ort sind nicht „das Schwimmbad“, sondern Menschen, die ihren Job machen und jeden Tag versuchen, für einen guten Ablauf und einen schönen Aufenthalt für alle Besucher zu sorgen.

 

 

Magistrat der Stadt Nidderau

30.06.2026

 

Andreas Bär

Bürgermeister